Professionelles Sound Design vom Tonstudio zentimedia

Best Practice: 

Sie haben ein Video und wollen dieses mit Musik unterlegen? 

Welche Schritte geht zentiMEDIA bei der Erstellung von Sound Design?

 

Das erklären wir heute am Fallbeispiel des Imagefilms der Christian Koenen GmbH, die mit der Anfrage für eine Vertonung ihres bisher stummen Videos an uns herangetreten ist. 

 

Hier das Video: 

Step 1: Video anschauen

Im ersten Schritt wird das zu vertonende Videomaterial gesichtet. So kann das Thema des Videos erkannt und ein Gefühl für die Dynamik entwickelt werden. Dabei sollten die folgenden Fragen beantwortet werden: 

 

Um was geht es in dem Video?

Welche Musik unterstützt die Message des Videos am besten?

Welche Dynamik hat das Video?

Wie viele Schnitte hat das Video?

Gibt es Dialog, an den sich die Musik anpassen muss?

Gibt es einen Themenwechsel?

 

 

Step 2: Das Musikbett

Nachdem diese Fragen beantwortet sind, kann die Richtung bestimmt werden, in die das Sound Design gehen soll - Angefangen bei der Hintergrundmusik, die dem Video über die gesamte Länge die passende Stimmung geben soll - das sogenannte Musikbett.

In diesem Fall soll das Unternehmen der Christian Koenen GmbH präsentiert werden. Die musikalische Untermalung leitet sich von den Werten des Unternehmens ab: Kompetenz, Qualität, Zuverlässigkeit. Die Musik hat also die Aufgabe das professionelle & moderne Erscheinungsbild des Unternehmens zu unterstützen. Gleichzeitig soll der Zuschauer dadurch angesprochen werden und ein Spannungsbpogen entsehen, der zum weiterschauen animiert. Die Melodie prägt sich schnell ein und stützt durch den Aufbau einer immer breiter werdenden Begleitung die Informationen aus dem Video. 

 

Die Besonderheit: Oft wird das Videomaterial auf eine bereits zuvor gewählte Musik geschnitten, um den Bildschnitt an die Rhythmen und Takte der Musik anzupassen. Dieses Mal haben wir den "Spieß umgedreht" und die Musik auf ein bestehendes Video geschnitten.

 

 

Step 3: Soundeffekte hinzufügen 

Nachdem der Grundstein für das Video mit der Musik gelegt ist, werden Sound Effekte hinzugefügt. Dazu wird das Video nochmal explizit auf Stellen gesichtet, an denen man zum Biespiel Bewegungen, Übergänge im Bild oder Machinen hörbar machen kann. Danach muss man sich als Produzent überlegen, wie welches Geräusch möglichst authentisch wiedergegeben werden kann: Kann man das Geräusch direkt im Studio selber aufnehmen? An dieser Stelle hat leider bereits der Adler in der ersten Szene einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber auch dafür gibt es eine Lösung: Gut gepflegte Archive mit Geräuschen aller Art.  Manchmal reicht ein alleinstehender Sound nicht aus, sondern es müssen viele Tonspuren übereinander gelegt werden, damit der Sound zur Szene im Bild passt. Ein gutes Beispiel ist eine Strandszene: Hier würde man Wellenrauschen, Geschrei von Kindern, Möwengesäusche, und Bootmotoren erwarten. Im Anschluss an die Auswahl der Sound Clips müssen diese aufeinander abgestimmt werden. Sind die Möwen lauter als die Bootmotoren? Wohl kaum. 

Im Falle des Imagefilms gab es viele Stellen, an denen Soundeffekte hinzugeführt wurden. Hier eine kleine Übersicht:

Step 3: Übergänge

An Stellen, an dem das Video geschnitten ist, stellt sich die Frage, wie sich der Ton von einer Szene zur nächsten verändert. Hört man ein Auto bevor man es sieht? Ja. Dann sollte der Sound am besten schon vor dem Cut zu der Szene beginnen. Manchmal hat der Übergang von einer Szene zur anderen auch einen eigenen Klang. So zum Beispiel in unserem Video. Da visuelle Übergange von einer Szene zur anderen vorhanden sind, bekommen diese ihren eigenen Klang. Hier hat sich Produzent Felix Andorf für ein Wisch-Geräusch entschieden, da dieser die Dynamik des Videos mit trägt. Diese Übergänge müssen nicht immer zu dem natürlichen Klang des Ereignisses passen. In unserem Video wird eine bewegte Leiterplatte mit einem dynamischen Swoosh-Effekt unterlegt, da dieser zur sichtbaren Bewegung in der Szene passt, auch wenn eine Leiterplatte in der Luft eigentlich lautlos wäre.

 

 

Step 4: Abmischen & Mastering

Nachdem alle Soundclips zu dem Video hinzugefügt wurden müssen diese aufeinander abgestimmt werden. Wann sollte die Musik im Vordergrund stehen und wann zum Beispiel Gesagtes oder Geräusche? Ziel dieses Schrittes ist es einen natürlichen Klang zu erzielen, der das Video unterstützt und die erzählte Geschichte trägt. Auch über die Position des Klanges sollte sich Gedanken gemacht werden. Berwegt sich ein Objekt einmal von links nach rechts durch das Bild? Dann sollte das auch im hörbaren Stereobild synchron dazu passieren. Diese Technik ist als Panning bekannt. Zuletzt muss die fertig abgemischte Tonspur gemastert werden. Unter "Mastering" versteht man die finale tontechnische Bearbeitung eines Musikstücks oder eben auch der Tonspur eines Videos, um dieses für die Veröffentlichun vorzubereiten und einem industriellen Standart aus technischer Sicht anzupassen.

Fazit von unserem Produzenten

"Sound Design Projekte machen immer Spaß, da man hier seinen Gehirnzellen die kreativsten Einfällle entlocken kann. Sie glauben gar nicht, wie viele Geräusche durch die Aufnahme von ganz anderen Objekten noch realistischer klingen, als durch die Aufnahme des eigentlich im Bild Gezeigten."